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Britta Klefer, Reiseteam Bremen, berichtet von ihrer Namibia-Rundreise

Britta Klefer - Namibia-Rundreise

Nach Namibia sollte es gehen - eine Rundreise im Winter mit ADAC Reisen, durch ein im Südwesten Afrikas gelegenes Land, das vor allem durch die Wüste „Namib“ geprägt ist, die dem Land seinen Namen verlieh. Hier findet man Orte, die Helmeringhausen oder Lüderitz heißen. Ich war sehr gespannt, was mich dort in 12.000km Entfernung erwartete. Und während ich im Flugzeug noch den warmen Mantel in meiner Tasche verstaute, freute ich mich schon auf den Sommer, der mich schließlich in Namibias Hauptstadt Windhoek begrüßte – die erste Station meines aufregenden zehntägigen Trips.

Windhoek – die Hauptstadt Namibias
Mit knapp zwei Millionen Einwohnern ist Windhoek - oder auch Windhuk - das wirtschaftliche sowie politische Zentrum Namibias. Hier leben etwa 320.000 Menschen und damit rund 16 Prozent der Namibischen Bevölkerung, denn Namibia zählt mit gut 2 Millionen Einwohnern zu den am dünnsten besiedelten Ländern der Welt.
Namibia hat eine bewegte Geschichte und war oftmals von der Kolonialisierung betroffen. Besonders geprägt wurde das Land als Deutsch-Südwestafrika durch die deutsche Besatzung während des Ersten Weltkriegs. Daher rühren noch viele Städte- und Straßennamen, es gibt deutsche Restaurants, Wirtshäuser, deutsches Brot und deutschen Karneval. Auch wird hier, neben Englisch, Afrikaans und einigen nationalen Sprachen, tatsächlich Deutsch gesprochen. 1990 befreite sich Namibia von der Südafrikanischen Union und ist seitdem eine Republik mit einer stabilen parlamentarischen Demokratie.

Windhoek wirkte auf mich sehr europäisch, sauber und fast ein wenig kleinstädtisch. Monumentalbauten wie das Gebäude des Obersten Gerichtshof oder das State House verändern zwar das Gesicht der Stadt, doch bleibt der kolonialistische Charme durch seine wilhelminischen Bauten immer noch bestehen. Hier mischen sich schließlich die afrikanischen und europäischen Einflüsse. Dieser kulturelle Mix macht das Besondere dieser Stadt aus. Für mich galt: sehen und staunen! Unsere Tour führte uns zum Wahrzeichen der Stadt, der Christuskirche im historischen Zentrum und weiter zum Tintenpalast, dem Sitz der beiden Kammern des namibischen Parlaments. Nicht fehlen durfte die „Alte Feste“, eine Festung, in der sich das Nationalmuseum befindet.

Sobald die Sonne untergeht und sich die Nacht über die Stadt legt, sollte man es den Windhoekern gleich machen und nach Hause gehen. In abgelegenen Straßen ist es, wie in vielen Metropolen, nicht besonders sicher. Also hieß es: ab ins Hotel! Übernachtet haben wir im zentral gelegenen 4-Sterne-Hotel Kalahari Sands, das mit Einrichtung und Service absolut empfehlenswert ist. Das Hotel bietet unter anderem eine hübsche Dachterrasse mit Pool, ein Fitnesscenter sowie einen schönen Wellnessbereich, den man nach einem anstrengenden Tag in der Stadt bei über 30 Grad im Schatten ausgiebig nutzen kann. Nach einem kühlen Drink mit toller Aussicht auf der Dachterrasse ging ein wundervoller Tag zu Ende. Voller Vorfreude erwartete ich den nächsten Tag, denn nun ging es mit dem Bus weiter, der Rest des Landes wollte erkundet werden!

Namibia hautnah
Zahlreiche Nationalparks, das Bergland, aber auch die Küste und natürlich die Wüste standen nun auf dem Programm.

Als erstes steuerten wir den Etosha-Nationalpark an. Hier gibt es unter anderen das Okaukuejo Rest Camp und das Halali Resort. Hier befindet man sich mitten im Nationalpark und hat ideale Bedingungen, um Wildtiere zu beobachten. An den nahe gelegenen Wasserlöchern geben sich Gnu, Antilope und Co in den frühen Morgenstunden ein Stelldichein zum Trinken. Es kostet zwar ein wenig Überwindung, sich wirklich früh morgens aus dem Bett zu quälen, man wird aber mit unvergesslichen Eindrücken belohnt. Die Kamera im Anschlag, fühlte ich mich wie inmitten des Films „Jenseits von Afrika“. Ich war so fasziniert von diesem Naturschauspiel, dass ich fast vergaß, den Auslöser zu drücken…

Im Damara Bergland besuchten wir die Vingerklip Lodge, eine wunderschöne und landschaftlich einfach fantastisch gelegene Unterkunft zwischen dem Etosha-Nationalpark und Swakopmund im Ugab Valley. Von hier können Ausflüge nach Twyfelfontein zu den sehenswerten Felsgravuren, die teilweise über 25.000 Jahre alt sind, sowie zum „Versteinerten Wald“ mit fossilen Baumstämmen unternommen werden.

Ab ans Wasser - Walvis Bay
Nach so viel Felsen, Wüste und trockenem Land gab es schließlich eine willkommene Abwechslung und fantastische neue Eindrücke. In der Walvis Bay, wie der Name schon verrät „Walfisch-Bucht“, ist ein Bootsausflug ein absolutes Muss! Hier kann man organisierte Touren mit dem Motorboot oder einem Katamaran unternehmen. Begleitet von etlichen Pelikanen ging es also hinaus auf das offene Meer. Schnell noch eine Jacke anziehen, denn der Wind auf dem Meer ist nicht zu unterschätzen. Belohnt wird man mit akrobatischen Kunststücken zahlreicher Delfine, die die Boote gerne begleiten sowie von Robben ohne Berührungsängsten, die bis auf die Boote krabbeln und auf eine Portion frischen Fisch warten – ein unvergessliches Erlebnis! Zurück an Land hatten wir Reisenden viel untereinander zu erzählen, denn jeder von uns erlebte auf diesem Ausflug etwas anderes. Noch ein letztes Mal am Strand chillen, dann hieß es auch schon wieder „weiter geht’s“.

In die Wüste geschickt - Sossusvlei
Zum Abschluss unserer Tour konnten wir noch erleben, warum das Land seinen Namen trägt und uns ein eigenes Bild der Namib-Wüste verschaffen. Dort befindet sich Sossusvlei, eine riesige Lehmbodensenke, eingebettet in eine eindrucksvolle Dünenlandschaft mit bis zu 380 m hohen Dünen – den höchsten der Welt! Durch Eisenoxid im Boden ist hier der Sand orange und macht die Umgebung zu einem atemberaubenden Schauplatz. Man kann die Gegend zu Fuß oder mit dem Jeep in geführten Touren erkunden und wird mit eindrucksvollen Aussichten auf eine märchenhafte Dünenkette belohnt.

Mein Fazit? Absolut sehenswert!
Unsere zehn Tage vergingen wie im Flug. Mit vielen aufregenden Eindrücken im Gepäck verabschiedeten wir uns schließlich von einem wundervollen Land, das ich auf jeden Fall noch einmal besuchen werde. Hier findet man alles, was das Herz begehrt – Großstadt, Wüste, Strand, vielfältige Vegetation und Meer. Malerische Landschaften, eine vielfältige Kultur, eine faszinierende Tierwelt und eine freundliche, offene Bevölkerung machen Namibia zu einem höchst attraktiven Reiseziel.

Das Land eignet sich sowohl für geführte Busreisen als auch für individuell ausgearbeitete Selbstfahrerreisen. Die Unterkünfte sollten aber in jedem Fall vorab gebucht werden, da vor Ort nur wenige Kapazitäten zur Verfügung stehen.

Wenn Sie nun die Neugier und Reiselust gepackt hat, kommen Sie mich gerne persönlich im Reisebüro in Bremen besuchen, rufen Sie mich an oder schreiben Sie mir eine E-Mail. Ich freue mich auf Ihren Besuch und stehe Ihnen gerne mit Rat und Tat für Ihre Namibia-Reise zur Seite.

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